Akku aus dem Drucker: Wie 3D-Druck die Batterie-Branche revolutioniert
Vorbei sind die Zeiten, in denen Batterien starre Formen wie Blöcke oder Zylinder annehmen mussten. Demnächst gibt es sie in allen Formen!
Zum Akku aus dem 3D-Drucker
Ein massiver technologischer Durchbruch vollzieht sich derzeit im Bereich der Hardware und Stromversorgung: Der 3D-Druck von Batterien verlässt die Labore und drängt in die Industrie. Der größte Vorteil dieser neuen Fertigungstechnologie liegt in der grenzenlosen Gestaltungsfreiheit: Energiespeicher müssen künftig nicht mehr in Form starrer Zylinder oder flacher Blöcke verbaut werden, sondern können per 3D-Drucker in nahezu jeder beliebigen Form hergestellt werden, um jeden Millimeter in kompakten Geräten optimal auszunutzen. Das Potenzial ist gewaltig. So demonstrierten Forscher der Shanghai-Universität kürzlich strukturelle Lithium-Ionen-Batterien, die nicht nur Strom speichern, sondern gleichzeitig als tragendes Element (etwa in Drohnen oder Elektroautos) verwendet werden können. Die 3D-gedruckten Strukturrahmen halten enormen Belastungen stand, während die integrierten Zellen die Energie liefern.
Gleichzeitig macht das Verfahren die Batterien umweltfreundlicher und leistungsfähiger. Das Unternehmen Blackstone Technology hat in Deutschland bereits die Produktion von 3D-gedruckten Zellen gestartet. Das Verfahren ermöglicht den Druck weitaus dickerer energiespeichernder Schichten, was die gravimetrische Energiedichte um satte 20 Prozent erhöht. Da der Prozess rein wasserbasiert abläuft, sinken gleichzeitig der Energieverbrauch in der Produktion um 23 Prozent und die anfallenden Abfallstoffe sogar um 50 Prozent. Zusätzlich experimentieren internationale Forscherteams bereits daran, mittels 3D-Druckern komplexe Kohlenstoff-Mikrogitter zu erzeugen. Dies soll in Zukunft sogar die günstige und ressourcenschonende Fertigung leistungsfähiger Natrium-Ionen-Batterien als Alternative zum teuren Lithium ermöglichen. Es wird also immer spannender im Bereich der smarten Gadgets!
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