Glorious GHS Wireless InfinitePlay Test: Headset mit Nachlade-Magazin
Glorious bringt mit dem GHS Wireless InfinitePlay sein erstes kabelloses Gaming-Headset mit Wechselakku-System. Was kann das Ganze? Wir durften es vorab testen, denn erst heute hat der Hersteller das Headset überhaupt angekündigt!
Zum GHS Wireless InfinitePlay
Was das Produkt einzigartig macht, das verrät schon der Name Wireless InfinitePlay: Das Headset übernimmt die InfinitePlay-Idee der Glorious-Mäuse, bei denen Wechselakkus über eine Dockingstation rotieren, ohne dass ihr jemals ein Kabel direkt ins Gerät stecken müsst. Diesen Anspruch übernimmt Glorious somit auch beim Headset, und ihr werdet beim Auspacken mehr als nur das Headset vorfinden. Zwei Akkupacks, ein Ladedock und zwei Dongles sind neben dem Produkt mit an Bord, was bedeutet, dass ihr ununterbrochen und mit allen Geräten kompatibel seid, die einen USB-Port besitzen.
Genau damit punktet InfinitePlay: Egal, wie lange der Akku tatsächlich im Einsatz hält, im Idealfall lädt der andere schon in seiner Dockingstation. Sollte der Akku zur Neige gehen, wechselt man ihn einfach aus und kann mit einem voll geladenen weitermachen. Besonders cool ist dabei auch der integrierte Guardian-Akku, der den Übergang zwischen den beiden externen Akkus ermöglicht. Dieser hält in der Not auch bis zu drei Stunden durch, ihr müsst euch also wirklich nicht beeilen. So verliert die Akkuwarnung ihren Schrecken, und ihr verpasst nichts von eurer Gaming-Action!
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Der erste Eindruck
Optisch lehnt sich das Glorious GHS Wireless InfinitePlay stark an die Eternal-Serie an: große, ovale Ohrmuscheln, weicher Kopfbügel, und dezente Farbgebung mit dem modernen Orange. Die Bedienung verteilt sich auf einen Drehregler je Ohrmuschel, so könnt ihr die Lautstärke zwischen Game und Chat verändern, aber auch die allgemeine Lautstärke-Regelung mit einem Dreh vornehmen. Nach kurzer Eingewöhnung greift ihr intuitiv zu den richtigen Rädern, ohne aus dem Match gerissen zu werden.
Die Verarbeitung liegt klar über klassischem Einsteiger-Niveau, denn die Qualität ist echt hoch. Hervorzuheben ist die Robustheit, nichts knarzt, und selbst lange Sessions hinterlassen keine Druckstellen. Die Ohrpolster sind angenehm weich, und das Gewicht verteilt sich dank dem Band gut. Das ist ein Headset, das euch auch nach Stunden nicht schmerzt oder stört. Wer viel mit einem Headset spielt oder streamt, schätzt sowohl das Boom-Mikrofon als auch das integrierte Mikrofon.
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Was wird versprochen?
Das Glorious GHS Wireless InfinitePlay verspricht bis zu 85 Stunden pro Akku-Pack. Selbst, wenn ihr unterwegs sein solltet und „nur“ die beiden Akkupacks mit habt, erwarten euch also bis zu 170 Stunden Laufzeit, also eine ganze Woche lang Dauerbetrieb rund um die Uhr. Das sind schon gewaltige Zahlen, und wir kamen mit einem zu 90 % geladenen Akku locker durch eine reguläre Testwoche. Während ich also die Ansage mit den 85 Stunden (noch) nicht verifizieren kann, sieht es ganz danach aus, als ob der Hersteller mit seiner Schätzung richtig liegt und einen echten Mehrwert darstellt.
Wenn ihr also dessen überdrüssig seid, eure Headsets regelmäßig laden zu müssen: Das ist ein Gerät für euch. Gleichzeitig wird dank hauseigenen und extra abgewinkelten 40 mm-Treibern ein guter Klang versprochen, der sich vor allem in Sachen Raumklang und Balancing auszeichnen soll. Zudem gibt es ein abnehmbares Boom-Mikrofon, das Umgebungsgeräusche abdämpft. Eure Stimme steht klar im Vordergrund! Zwei Dongles im 2,4 GHz-Bereich (USB-A und USB-C) sind auch im Lieferumfang enthalten, und ansonsten könnt ihr euch auf den Bluetooth 5.4-Standard verlassen.
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Klangqualität: Gaming-first
Klanglich ordnet sich das GHS Wireless InfinitePlay-Headset im gehobenen Gaming-Mittelfeld ein. Manche Dinge sind wirklich gut gelungen, so kann ich die klare Ortung von Schrittgeräuschen und die gelungene Abstimmung für kompetitive Titel wie Overwatch oder Valorant hervorheben. Der Bass hat Präsenz, ohne Dialoge zu überdecken, die Höhen bleiben frei von scharfen Spitzen, und die Klangbühne ist für FPS und Actionspiele ausreichend breit. Stimmen in Rollenspielen werden genauso gut präsentiert, ohne jetzt dabei zu glänzen.
Für Musik und Filme liefert das Glorious-Headset solide Performance mit EQ-Voreinstellungen, die sich im Programm natürlich von euch konfigurieren lassen. Das bringt uns zur Software-Seite, hier setzt Glorious auf seine CORE-Software. Ihr könnt ein eigenes EQ-Profil erstellen, und das Headset speichert diese Einstellungen hardwareseitig. Das bedeutet, ihr konfiguriert einmal am Windows-PC, und die Klangsignatur bleibt auch an Konsole oder Smartphone unverändert erhalten. Sehr cool, wenn ihr das Headset mit mehreren Geräten benutzt!
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Mikrofon: Klar verständlich
Das abnehmbare Boom-Mic wurde von unseren Teams stets als gut beschrieben. Eure Stimme bleibt stets verständlich und klar, teilweise aber leicht blechern. Logisch ist auch: Hintergrundgeräusche können vom omnidirektionalen Mikrofon erfasst werden, wenn der Mikrofonarm ungünstig positioniert ist, doch das lässt sich minimieren. Insgesamt ist das Glorious GHS Wireless InfinitePlay explizit ein Gaming-Headset, kein Podcast- oder Office-Produkt, und in dieser Rolle erfüllt das Mikrofon seinen Job sehr ordentlich.
In der Software könnt ihr übrigens auch den Sidetone, also die Mithörfunktion der eigenen Stimme, konfigurieren. Gerade für Over-Ear-Headsets ist das sinnvoll, damit ihr nicht lauter sprecht als nötig. Im niedrigen Bereich hört ihr euch kaum, auf mittlerer Stufe angenehm, auf hoher Stufe fast zu viel des Guten, aber dennoch qualitativ. Für lange Sessions ist das hilfreich, damit ihr nicht immer lauter werdet und so euer Umfeld im Haus nervt. Das stellt ein Komfortdetail dar, das viele günstigere Headsets völlig ignorieren.
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Wie trägt sich das Glorious GHS Wireless InfinitePlay?
Beim Komfort sammelt das GHS Wireless InfinitePlay neben all den anderen Stärken noch weitere Pluspunkte. Denn selbst nach Sessions von vier Stunden am Stück oder länger hatte ich niemals das Bedürfnis, den Sitz nachzujustieren. Die Ohrpolster sind weich, ohne zu stark zu isolieren, und die Klemmkraft kann man nur als idealen Sitz beschreiben: Er ist fest genug für Bewegung, aber ohne Druckgefühl.
Langzeitspieler:innen und Streamer:innen profitieren davon unmittelbar: Wer über Stunden in Ranked-Lobbys oder auf Twitch hängt, merkt schnell, ob ein Headset nach 60 Minuten nervt. Ich darf berichten, dass das hier nicht der Fall ist. Die voll drehbaren Ohrmuscheln sorgen zusätzlich dafür, dass sich das Headset an unterschiedliche Kopfformen gut anpasst und sich bei Nichtgebrauch flach ablegen lässt.
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Die Technik des Produkts
Das Datenblatt des Glorious GHS Wireless InfinitePlay liest sich (natürlich) wie ein Best-of. Die angepassten 40 mm-Treiber haben einen ausreichenden Frequenzgang zwischen 20 Hz und 20 kHz, der Klirrfaktor liegt unter 1 %. Dank der Möglichkeit, das Produkt sowohl via Bluetooth 5.4 als auch via USB-Dongles zu betreiben, steht euch eine Vielzahl von möglichen Geräten zum Verbinden zur Verfügung. PC, Mac, PlayStation-, Xbox- und Nintendo Switch-Konsolen können ebenso mit dem Headset umgehen wie jegliche Mobilgeräte ungeachtet des Betriebssystems.
Das abnehmbare Mikrofon kommt mit Frequenzen von 70 Hz bis 10 kHz klar, und die Akkulaufzeit ist ganz klar der Hero des Glorious GHS Wireless InfinitePlay: Bis zu 85 Stunden erwarten euch mit nur einem Akku (fasst 1280 mAh). Mit einem kurzen Reindrücken und einem befriedigenden Klicksen ist dieser auch schon raus aus dem Headset, und innerhalb der nächsten drei Stunden (dank Guardian-Akku mit 45 mAh) führt ihr den anderen Akku rein. Klicks und fertig! Die Abmessungen des Produkts betragen 215 x 175 x 90 mm bei einem Eigengewicht von 360 Gramm. Es ist in Schwarz und Weiß erhältlich.
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Fazit: Nie wieder Akku-Sorgen
Was lässt sich am Ende des Tages sagen? Mit vollem Karacho richtet sich das Glorious GHS Wireless InfinitePlay-Headset an eine klar definierte Zielgruppe: Leute, die viel und oft spielen, mehrere Plattformen nutzen und keine Lust auf Akku-Sorgen haben. Für diese Gruppe bietet das Produkt einen spannenden Mix aus ordentlichem Klang, sehr hohem Komfort und einem Akkusystem, das derzeit kaum ein anderer Hersteller in dieser Form bietet. Dazu kommt, dass neben der immens langen Laufzeit von bis zu 85 Stunden pro Akkuladung der Preis stimmt, denn für 229,99 Euro (UVP) bekommt ihr hier echt viel Leistung.
Ein ganz perfektes Headset ist aber auch dieses hier nicht, denn Baustellen im Bereich Mikrofon (teils leicht blecherne Stimme) und Klang (Positionierung ist tadellos, Qualität je nach Genre schwankend) gibt es definitiv. Doch die gröbsten Schwächen von solchen Gaming-Headsets wie schwache Mikrofone, unbequemer Sitz und Akkulaufzeit wurden mit dem Glorious GHS Wireless InfinitePlay wirklich gut gelöst. Wer rein auf den Klang bei Musik abzielt, kann vielleicht anderswo glücklicher werden. Falls ihr aber von der Idee gelockt werdet, das Headset im Prinzip im Dauerbetrieb nutzen zu können: Ja, hier seid ihr richtig!