Sony REON Pocket Pro Plus Test: Thermogerät für den Nacken

von Mandi 18.08.2026

Mit dem REON POCKET PRO Plus bringt Sony eine neuere Version des Wärme- und Kältegeräts. Lest unseren Test!

Zum Sony REON POCKET PRO Plus

Sony etabliert damit einen interessanten Nischenbereich für Wearables. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen bietet diese Version (zur offiziellen Website) eine weiter erhöhte Kühlleistung, längere Betriebszeiten und intelligentere Temperatursteuerung. Sony bewirbt das REON POCKET PRO Plus als persönliches Klimagerät. Es ist kein Ventilator, keine Klimaanlage, sondern ein Wearable, das direkt auf der Haut im unteren Nackenbereich aufliegt und dort aktiv kühlt oder wärmt. Die Technologie dahinter ist thermoelektrisch (Peltier-Elemente): Zwei unabhängige Thermomodule wechseln sich in ihrer Intensität ab, um eine kontinuierliche Kühlung zu ermöglichen, ohne dass die Haut übermäßig auskühlt. Das Gerät zielt auf eine Oberflächentemperatur von rund 20 °C im Kühlmodus und bis zu 32 °C im Wärmemodus ab. Der volle Name klingt zunächst etwas sperrig: Sony REON POCKET PRO Plus Wearable Thermo Device Sensing Kit oder Tragbares Thermosensorikgeräte-Set. Doch das kompakte Gerät hat es in sich! Das Teil ist ein tragbarer thermischer Helfer, der direkt die Körperpartie kühlen oder wärmen kann, mit der er in Kontakt kommt. Entwickelt wurde dieses Produkt für Menschen, die ihre Körpertemperatur regulieren möchten.

Sei es auf dem Arbeitsweg, im Büro oder bei leichten sportlichen Aktivitäten: Sony hat bei der nächsten Generation seiner REON POCKET-Serie erneut große Fortschritte erzielt. Das Gerät verfügt über ein neu entwickeltes Thermomodul und einen Kühlventilator, der im Vergleich zum Vorgängermodell eine bis zu 20 % höhere Kühlleistung bietet. Diese gesteigerte Stärke führt zu einer leistungsstärkeren Kühlung und einer längeren Betriebszeit. Besonders beeindruckend ist die Geräuschreduzierung: Das Betriebsgeräusch wurde verringert, was das Gerät noch besser für den Einsatz in ruhigen Umgebungen wie einem Büro geeignet macht. Die Akkulaufzeit überzeugt ebenfalls: Auf der höchsten Kühlstufe (COOL Level 5) läuft das Gerät etwa fünfeinhalb Stunden, auf COOL Level 4 sogar bis zu zehn Stunden. Das werdet ihr aber nicht brauchen, ihr werdet nicht dauernd auf eine Regulierung zurückgreifen. Bei niedrigeren Kühlstufen sind sogar bis zu 34 Stunden möglich, während im Wärmemodus zwischen fünfeinhalb und zehn Stunden Betriebszeit erreicht werden. Der Hersteller ist jedenfalls mächtig stolz auf die neue Version, und damit wir den Testbericht starten können, packen wir das Produkt erst einmal aus!

Die ersten Minuten

Beim Auspacken des REON POCKET PRO Plus fällt sofort die hochwertige Verarbeitung auf. Das Hauptgerät ist kompakt, mit Abmessungen von ca. 58 mm × 36 mm × 134 mm und einem Gewicht von 194 Gramm. Es wirkt robust und solide verarbeitet, wie man es von einem Sony-Produkt erwartet. Im Lieferumfang enthalten ist neben dem Hauptgerät (RNP-P1) der zugehörige Nackenbügel (RNPB-NP1P), ein L-förmiges USB-C-Kabel, zwei Entlüftungshauben (kurz und lang) sowie eine Bedienungsanleitung. Standardmäßig inkludiert ist dabei auch das REON POCKET TAG 2 (RNPT-2) enthalten sein, das mit einer Lithium-Knopfzellenbatterie (CR2032) betrieben wird. Es ist ein wichtiges Zubehörteil, das mit seinen integrierten Sensoren die Umgebungstemperatur und -feuchtigkeit misst und so eine noch intelligentere Temperatursteuerung ermöglicht. Unser hellgraues Testgerät hat dabei fünf konkave, eingelassene und gummierte Knöpfe: Start/Stop, Modus, SMART, Plus und Minus (hier ist das Plus konvex – perfekt zum Bedienen ohne Hinsehen).

Das Anlegen des Geräts erfordert ein bisschen Eingewöhnung, ist aber intuitiv gestaltet. Das Nackenband lässt sich problemlos an verschiedene Nackengrößen von 34 cm bis 46 cm anpassen und hält das Gerät stabil am Nacken, ohne dass es bei Bewegungen verrutscht. Der dreischichtige Aufbau des Bands, bestehend aus einem flexiblen mechanischen Schlauch, einem formgebenden Drahtrahmen und einer Silikonhülle, sorgt für einen angenehmen Tragekomfort auch über längere Zeiträume. Der Kühl- bzw. Wärmebereich des Geräts liegt direkt am Nacken an, was anfangs etwas ungewohnt sein kann, sich aber schnell natürlich anfühlt. Je nach Kleidungsstil kann man zwischen der kurzen Luftauslass-Abdeckung für Freizeitkleidung oder der längeren Variante für Businesskleidung wählen. Beide Varianten sind darauf ausgelegt, die Wärme hinter dem Nacken abzuführen, ohne optisch störend zu wirken.

Was kann das Teil alles?

Jetzt haben wir schon mal alles zum Produkt abgedeckt, doch wie schaltet man das Teil überhaupt ein? Wenig überraschend gibt es dafür eine Standby-Taste am Gerät selbst: Einfach zwei Sekunden halten, und ihr habt das Sony REON POCKET PRO Plus ein- beziehungsweise ausgeschaltet. Die metallene Seite, die dann unter eurem Nacken an der Haut anliegt, wird übrigens sehr schnell kühl oder auch warm: Spricht alles für dieses Gerät! Wie bei jedem smarten Gerät ist es auch hier so, dass es eine App für das Smartphone gibt. Ihr könnt zwar alles auch am Produkt direkt steuern, aber irgendwie ist es mit einem Display wesentlich angenehmer und mehr dem Jahre 2026 entsprechend! Die gleichnamige REON POCKET-App stellt binnen Sekunden eine Verbindung zum eingeschalteten Gerät her, zeigt euch (falls ihr ein Pocket TAG verbunden habt) die aktuelle Temperatur und Luftfeuchtigkeit an und lässt euch natürlich das Produkt selbst steuern. Sony gibt euch hierbei drei Modi: SMART COOL, SMART WARM und SMART COOL ⇔ WARM.

Dabei wird die Kühl-/Heiztemperatur automatisch mit Hilfe von Informationen von mehreren Sensoren angepasst, und ihr müsst euch um nichts mehr manuell kümmern. Updates für die Gerätesoftware gibt es natürlich ebenfalls (im August 2026 war die 2.5.0 aktuell, und für die App die 2.3.1), und ihr dürft eine Trageerkennung mit den Namen AUTO START/STOP aktivieren oder deaktivieren. Eine Akku-Anzeige gibt es ebenfalls, die auf dem Bildschirm gut ersichtlich ist. Ihr entscheidet euch dann für einen der drei Modi, definiert noch einen Wunsch (schwaches, eher schwaches, mittleres, eher starkes oder starkes Kühlen oder Wärmen) und lasst dann das Sony REON POCKET PRO Plus das Seine tun. Einen manuellen Modus gibt es aber ebenso, wo ihr einfach zwischen den Kühlstufen 1-5 oder den Wärmstufen 1-4 wählen dürft. Nach dem Druck auf die entsprechende Taste legt das Produkt dann auch schon los, und binnen Sekunden fühlt ihr, wie das Gerät arbeitet. Habt ihr dann genügend mit der App herumgespielt, wird es Zeit für den Einsatz.

REON POCKET PRO Plus im Alltag

Mit 194 Gramm (Haupteinheit ohne Bügel) bzw. rund 259 bis 270 Gramm komplett mit Bügel und Luftstromhauben ist das REON POCKET PRO Plus kein Federleichtgewicht, fühlt sich am Nacken aber überraschend unaufdringlich an. Der verstellbare Nackenbügel wurde gegenüber dem Vorgänger um über 40 % stärker ausgelegt und passt sich dank flexibler Mechanik auch unterschiedlichen Halsgrößen an. Zwei mitgelieferte Entlüftungshauben (kurz und lang) sorgen dafür, dass die Abluft nicht von Kleidung blockiert wird, das ist ein durchdachtes Detail, das im Alltag wirklich hilft.

Die Kühlleistung ist spürbar, aber nicht aggressiv: Auf höchster Stufe wird die Metallplatte im Nacken gefühlt eisig kalt, bleibt dabei aber angenehm und führt nicht zu unangenehmem Auskühlen. Im Smart-Cool-Modus regelt das Gerät automatisch nach Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit (unterstützt durch den REON Pocket Tag 2-Sensor) und hält so eine Balance zwischen Komfort und Effizienz. Der Wärmemodus bietet vier Stufen und eignet sich besonders in kühleren Umgebungen oder Übergangszeiten. Hier erreicht das Gerät bis zu 32 °C Oberflächentemperatur.

Dafür ist es geeignet

Sony selbst sagte bei der Vorstellung des Produkts, dass man vordergründig bei leichter Aktivität am meisten von dem Gerät hat. Beispielsweise als Redakteur gibt es Messehallen, die voller Menschen sind (da fallen schnell mal eine gamescom oder eine Comic Con ein), und da kann es schon mal unangenehm warm werden. Nicht so mit dem Sony REON POCKET PRO Plus: Ob im Büroalltag, bei Messebesuchen oder beim leichten Sporteln soll das Gerät für die optimale Klimatisierung sorgen. So weit das Versprechen, und in der Praxis kann ich dem Gesagten nur zustimmen. Nachdem ihr die Eingewöhnungsphase mit dem Produkt überwunden habt (man spürt es doch ein wenig um den Nacken, klarerweise), überwiegen die Vorteile enorm. Besonders empfehlenswert empfinde ich das Gerät für all jene, die regelmäßig in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Solltet ihr in einer Umgebung arbeiten, wo die Klimatisierung zu wünschen übrig lässt, lohnt sich die Investition genau so.

Solltet ihr empfindlich auf Temperaturschwankungen oder -extreme reagieren, kann sich das ebenfalls auszahlen. Zu guter Letzt sei auch das Leben im Freien nicht unerwähnt: Alle Golf-Fans oder Spaziergängerinnen können hier Temperaturen leichter erträglich machen. Hierbei sei gesagt: Der Sony REON POCKET PRO Plus hält an sich sehr gut am Nacken, wenn ihr den Bügel entsprechend einstellt. Bei Gartenarbeiten wie Rasenmähen ist das Tool eine empfehlenswerte Ergänzung, bei Tätigkeiten wie Blumenbeete neu umgraben oder das Verlegen eines Begrenzungskabels für einen Rasenmäher-Roboter fühlt sich das Ganze ein wenig wackeliger an. Dadurch, dass ihr euch bei solchen Tätigkeiten auch manchmal leicht kopfüber beugt, droht dann auch das Produkt ein wenig zu rutschen. Mir ist es zwar niemals gegen den Kopf gefallen, aber schon alleine die minimale Bewegung zeigt: Im Stehen oder im Sitzen macht das Gerät einfach mehr Sinn. Apropos Sitzen: Wenn ihr euch zurücklehnt, ist natürlich das Produkt am Nacken im Weg. Das müsst ihr bei der täglichen Nutzung berücksichtigen.

So trägt es sich

Wie es zu erwarten war: Der Tragekomfort des Sony REON POCKET PRO Plus ist insgesamt sehr gut. Das Nackenband passt sich dank seiner flexiblen Konstruktion gut an unterschiedliche Nackengrößen und -formen an und hält das Gerät stabil an Ort und Stelle. Die Silikonummantelung sorgt dafür, dass sich das Band auch bei längerem Tragen angenehm anfühlt und nicht scheuert oder drückt. Dabei sind die beiden unterschiedlichen Luftauslass-Abdeckungen durchdacht gestaltet. Die kurze Variante für Freizeitkleidung ist so geformt, dass sie bei niedrigem Kragen nicht auffällt und die Wärme effizient nach hinten ableitet. Im Gegensatz dazu passt sich die längere Version für Businesskleidung der Krümmung von Nacken und Rücken an und sorgt für eine effiziente Wärmeableitung, ohne unter Hemden oder Blusen aufzufallen. Die Staub- und Spritzwasserresistenz des Geräts ist ein weiterer Pluspunkt für den Alltagseinsatz. Verschiedene interne Komponenten wurden effektiv abgedichtet, um das Eindringen von Wassertropfen und Staub zu verhindern. 

Allerdings weist Sony darauf hin, dass dies nicht vollständig vor dem Eindringen von Schweiß oder Wassertropfen schützt. Bei leichtem Sport wie Gehen oder Golf ist das Gerät gut einsetzbar, für intensivere sportliche Aktivitäten mit starkem Schwitzen ist es jedoch weniger geeignet. Solltet ihr so wie ich Volleyball spielen und manchmal auf Tauchgang in Richtung Boden gehen, wäre es natürlich sehr ratsam, das Produkt währenddessen abzulegen. Im Betrieb ist das REON POCKET PRO Plus erfreulich leise: Nur auf maximaler Kühlstufe ist ein leises Lüftergeräusch wahrnehmbar, im Smart-Modus und auf niedrigeren Stufen arbeitet es nahezu geräuschlos. Das macht es auch im Büro, in der Bahn oder beim Pendeln nutzbar, ohne andere zu stören. Die Kühlung ersetzt keine Raumklimaanlage, sondern wirkt wie ein permanentes, steuerbares Kühlpack direkt am Körper, und das ist ein Effekt, der gerade bei Hitzeperioden oder in überheizten Räumen spürbar entlastet.

Sony REON POCKET PRO Plus: Technisches

Dafür ist das Produkt und sein Akku natürlich auch wesentlich auf die Langlebigkeit ausgelegt, da darf man nicht meckern. Grundsätzlich lässt sich das REON POCKET PRO Plus über Bluetooth 5.0 Low Energy mit einem Smartphone verbinden und über eine dedizierte App steuern. Die App ist für iOS (ab Version 16) und Android (ab Version 9) verfügbar und bietet eine intuitive Bedienung. Jegliche Bedienung zwischen App und Gerät funktioniert stabil und ohne nennenswerte Verzögerungen. Die Bluetooth-Reichweite ist für den typischen Einsatzzweck mehr als ausreichend, da das Gerät ohnehin meist in unmittelbarer Nähe zum Smartphone getragen wird. Ein besonders praktisches Feature ist die Möglichkeit, das Thermogerät über USB mit Strom zu versorgen, etwa durch eine Powerbank oder einen Laptop.

Dadurch lässt sich die Betriebszeit noch weiter verlängern. Das macht es ideal für lange Arbeitstage oder Reisen. Verschiedene Modi wie SMART COOL, SMART WARM und SMART COOL ⇔ WARM sowie ein manueller Modus können euch jederzeit die Abkühlung oder die Erwärmung verschaffen, die ihr wollt. Übrigens ist das Material, über das die Wärme und Kälte an euren Nacken übertragen wird, aus Edelstahl (SUS316L) gefertigt, es sollte also zu keinen allergischen Erscheinungen kommen. Die Abmessungen des Geräts betragen 58 x 36 x 134 mm (alleine) beziehungsweise bis zu 125 x 60 x 210 mm (mit der Befestigung und der langen Luftauslass-Haube). Das Gewicht beträgt nur für das Thermalgerät 194 Gramm und ansonsten bis zu 270 Gramm. Das ist in Ordnung, da sich das Gewicht sehr gut verteilt.

Gutes Rezept gegen Hitzewellen

Damit hätte ich tatsächlich nicht gerechnet, aber was weiß ich schon? Sony hat mit dem REON POCKET PRO Plus mittlerweile die siebte Iteration des Geräts am Start, und mit Japan beginnend waren die Vorgängermodelle in sieben Ländern erhältlich. Die irrten nicht, und nun ist das Device auch bei uns in Europa angekommen. Ja, natürlich, so ein Mini-Klimagerät ist recht speziell und bestimmt nicht für alle gleichermaßen interessant. Aber wer Wert auf ein wohltemperiertes Umfeld legt und seinen persönlichen Komfort steigern möchte, liegt hier bestimmt nicht daneben. Denn ob ihr nun bei Spaziergängen, bei Konferenzen, in Menschenmassen (hey, gamescom) oder bei leichten Aktivitäten etwas mehr Coolness oder Wärme verspüren möchtet, ihr habt jetzt die Möglichkeit dazu. Vor allem, wenn es auf der heimischen Couch etwas frösteln sollte, wirkt so ein Wärme-Pad Wunder, ob es nun im SMART-Modus oder im manuellen Modus betrieben wird.

Mit einer UVP von 229,- Euro hierzulande ist das Gadget natürlich nicht auf der günstigen Seite. Seht ihr es allerdings als gezielte Investition in das persönliche Wohlbefinden, lässt sich der einmalige Kaufpreis wesentlich leichter verdauen. Ich persönlich empfände einen noch besseren Halt auch bei sportlicheren Aktivitäten als erstrebenswert. Für den beworbenen Einsatzzweck bei Konferenzen, Messen und im Alltag reicht der inkludierte Bügel aber tatsächlich aus. Die gebotene Leistung sowohl bei Akku als auch bei der tatsächlichen Kälte- und Wärmeentwicklung ist dabei klasse gelungen. Insgesamt ist das Sony REON POCKET PRO Plus ein durchdachtes und gut umgesetztes Produkt, das eine interessante Nische im Wearable-Markt besetzt. Es ist definitiv einen Blick wert für alle, die nach einer individuellen Lösung für persönliche Temperaturregulierung suchen und bereit sind, dafür auch ein wenig Geld auszugeben. Was haltet ihr davon?

Wertung: 8.5 Pixel

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