Afrika! Afrika! Tour 2019 Kritik: Eine Show so facettenreich wie das Leben

von Stefan Hohenwarter 18.05.2019

Afrika! Afrika! kehrte nach dem erfolgreichen Tourstopp 2018 auch dieses Jahr nach Wien zurück und dieses Mal war ich mit dabei. Ob mir die Show gefallen hat, erfahrt ihr in meiner Afrika! Afrika! Tour 2019 Kritik.

So facettenreich wie das Leben

Los ging es beim Afrika! Afrika! Tourstopp 2019 mit einer Truppe durchtrainierter Männer, die rein mit ihren Körpern Türme erbauten und dabei nicht nur Spaßß und Freunde vermittelten, sondern gleich mal zu Beginn das Publikum in der Wiener Stadthalle so richtig anheizten. Spätenstens jetzt war allen ZuseherInnen bewusst, was sie hier heute erwarten würde: Spaß, Spannung, Action und beeindruckende Akrobatik.

Fotocredit Nilz Boehme

Weiter ging es mit unterschiedlichesten Aufritten, wie dem Balance-Akt, der meinen Kollegen Michael letztes Jahr tief beeindruckt hat. Leider gelang die langatmige und ruhige Nummer nicht ganz, doch das Publikum applaudierte trotzdem frentisch. Dem sichtlich gezeichneten Künstler war der Ärger anzusehen, aber das zeigt, dass es sich hier immer noch um Menschen handelt. Das war nicht der einzige Fauxpas, doch zeigten sich die ZuseherInnen äußerst enstpannt und fehlerverzeihend. Toll!

Das sagt das Produktionsteam

„Insgesamt hat Afrika! Afrika! europaweit nun fast 4,5 Millionen BesucherInnen erreicht“, erklärt Produzent Hubert Schober von Semmel Concerts, „und ist damit sicher eine der bestverkauften Shows auf dem alten Kontinent. Wir sind glücklich und stolz, dieser einzigartigen Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzugefügt zu haben.“

Georges Momboye, der neue künstlerische Leiter der Produktion betont: „Es ist mir eine große Ehre, die Vision meines Freundes und Mentors André Heller fortsetzen zu dürfen. „Afrika! Afrika! ist mehr als eine außergewöhnliche Show, es ist Hoffnung, Stolz und ein wahrgewordener Traum für viele AfrikanerInnen und eine Bereicherung für jede/n BesucherIn.“

 

Die KünstlerInnen …

fand Momoboye gemeinsam mit seinem artistischen Leiter Winston Ruddle (aus Simbabwe) sowohl in Äthiopien, Tansania, Kenia, Senegal, Südafrika, Ägypten und der Elfenbeinküste gefunden als auch unter afro-stämmigen ArtistInneen aus Europa und den USA. Wie beispielsweise der Basketball-Akrobat Omar O‘Dudley, der aus den USA stammt und dazu meint: „Für mich war es zuerst irritierend“ […] „was habe ich denn mit Afrika zu tun, habe ich mich gefragt. Aber in der Zusammenarbeit mit den afrikanischen Kollegen erkennt man schnell, wie sehr Spieler mit afrikanischen Wurzeln den Rhythmus und das Lebensgefühl Afrikas in den modernen Basketball gebracht haben. Und ich habe auch viel über meine Wurzeln gelernt.“

Fotocredit Dita Vollmond

Afrika! Afrika! Tour 2019 Kritik: Die Wiener Stadthalle bebte

Letztes Jahr war ich leider nicht dabei, als die afrikanische Lebensfreude das Publikum in der Wiener Stadthalle verzauberte, doch dieses Jahr lies ich mir das Event der Superlative nicht entgehen. Und ich sollte es nicht bereuen. Die Show und die KünstlerInnen fesselte mich bereits mit der ersten Nummer, da die Lebensfreude und gute Laune sofort auf mich übersprang. Einzig auf den Aufritt des klischeehaften künstlichen Elefanten hätte ich verzichten können, doch das ist vermutlich nur ein persönlicher Geschmack.

Mit einer guten Mischung aus Akrobatik, Gesang und Tanz wurde das Publikum derat gefesselt, dass selbst bei der Verabschiedung der KünstlerInnen nur ganz vereinzelt Leute vorab die Stadthalle verließen. Eine Seltenheit! Falls ihr Lust bekommen habt, so könnt ihr morgen noch in die Wiener Stadthalle aufbrechen und eine der beiden letzten Shows in Österreichs Hauptstadt erleben.

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