Interview mit Eric Wüstenberg (epunkt): „Für jede/n gibt’s den passenden Job“

von Mandi 17.07.2019

Wir haben uns mit Eric Wüstenberg von epunkt über seine Arbeit als Recruiter unterhalten. Eric ist seit über zwei Jahren im Active-Sourcing tätig. Im Gespräch klärt er uns über das Unternehmen epunkt, Ehrlichkeit bei Bewerbungsgesprächen und wie man seine Hobbies zum Vorteil einsetzt, auf.

Was macht ein Recruiter überhaupt? Und kostet mich das als BewerberIn etwas?

Die gesamte Beratungsleistung ist für Kandidaten kostenlos. Das Einzige, was man aufbringen muss, ist die Zeit für ein Gespräch. Stichwort Beratungsleistung: Manchmal weiß man nicht genau, was man beruflich machen möchte oder welche Möglichkeiten es gibt. 

Genau dafür ist epunkt da: um in einem ungezwungenen Gespräch herauszufinden, was zu einem passt und dann genau den Job zu finden, der Spaß macht und zu dem man gerne hingeht. Dabei werden die individuellen Interessen abgeklärt und auch, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit man sich bei einem Arbeitgeber wohl fühlt. Das ist anders als direkt bei einem Unternehmen vor Ort. Da die Recruiter guten Kontakt mit ihren Kunden pflegen, wissen sie auch, welche Personen zu welchem Unternehmen passen.

Bei epunkt gibt es keine Tests und es ist von Vorteil, wenn man Punkte, die einem wichtig sind oder die man eben nicht will, offen anspricht. Genauso wird locker über die Freizeit und Hobbies geplaudert. Bei epunkt herrscht die Devise „für jeden gibt es den passenden Job“. Ich selbst wollte in die IT und bin nun in der HR – oft gibt es Stellen, die man zuvor nicht kannte oder gar nicht auf dem Schirm hatte!

Was unterscheidet epunkt von anderen Dienstleistern?

Bei uns gibt es einen Zwischenschritt: Man kann sich leicht über verschiedene Unternehmen informieren, ohne dass man direkt im Bewerbungsgespräch mit ihnen steht und somit weniger Druck hat. Wichtig ist epunkt auch das ganzheitliche Konzept dahinter: Alles findet in einer entspannten Atmosphäre statt und man erhält auch Feedback zum Lebenslauf. Der Zugang zu den KandidatInnen ist ein ganz anderer als bei anderen Personaldienstleistern, wir gestalten das wesentlich lockerer und persönlicher. Das erkennt man schon an den eigens geschaffenen Besprechungsräumen, die das Thema Entdeckung und Reise haben. Genau das wollen wir machen: KandidatInnen auf ihrer Reise durch die Arbeitswelt begleiten und das Bestmögliche für sie herausholen. Denn wenn der Job stimmt, sind alle zufrieden!

Auf der Website sind teils außergewöhnliche Inserate wie „Superheld (m/w/x) gesucht“ geschalten. Wie kommt das bei den Jobsuchenden an?

Solche Inserate sind dazu gedacht, den Bewerbungsprozess aufzulockern und bewusst etwas anders zu machen. Niemand will das x-te ähnliche Inserat lesen, dementsprechend kommt so etwas beim Großteil der Suchenden gut an. Das Feedback bekommen wir immer wieder, dass so eine Stelle viel spannender klingt und heraussticht. Bei sehr ähnlich formulierten Stellenanzeigen sieht man umso genauer auf den Inhalt und wenn der dann ebenso gleich ist, geht‘s schlussendlich nur noch ums Geld. Ein Job bietet aber so viel mehr, Humor und Spaß sind genauso wichtig und das versuchen wir einzubringen und zu vermitteln.

Spielerinnen und Spieler denken erwiesenermaßen kreativer und sind besser in der Problemlösung. Wird dies im Beruf zunehmend wichtiger?

Kreative Ansätze und neue Denkmuster sind ganz wichtig, da haben GamerInnen einen Vorteil.

Diese Skills werden auf jeden Fall stark gebraucht und es geht immer mehr in die Richtung neuer Lösungsansätze. Oft funktioniert der Weg von vor 20 Jahren nicht mehr, da der Fortschritt in allen Bereichen unseres Lebens Einzug gehalten hat. Allein das Thema Software-Entwicklung hat in den letzten Jahren einen enormen Schub erfahren. Kreative Ansätze und neue Denkmuster sind ganz wichtig, da haben GamerInnen einen Vorteil.

Was die Problemlösung angeht: Gerade in Richtung Programmierung ist hier einiges in Bewegung. Das ist der Hauptteil an Positionen, die wir suchen und da ist tatsächlich ein großer Bedarf vorhanden. Wenn man sich in diese Richtung entwickeln möchte, ist das zweifellos eine zukunftsträchtige Branche. 

Bezüglich Programmiersprachen: Gibt es eine Art bevorzugte Programmiersprache oder eine Empfehlung, was ich lernen soll?

Hier kommt es stark auf den Bereich an, den ich erschließen will. Willst du beispielsweise in der Spieleentwicklung tätig werden, schadet es nicht, in Java, C#, C, C++ oder Python fit zu sein. EntwicklerInnen für HTML5/JacaScript oder etwa im Bereich C/C++ suchen wir ständig. Python und Java etwa sind da sehr sinnvoll, da sie auch außerhalb der Games-Branche in vielen Bereichen eingesetzt werden. Wer sich auf iOS-Apps konzentrieren möchte, sollte sich mit Apples Programmiersprache Swift auseinandersetzen.

Das Schlagwort „Künstliche Intelligenz“ beherrscht derzeit die Medien. Siehst du für KI eine Zukunft im Recruiting?

Ich glaube, eine KI kann bei der Suche und beim Matching von Fähigkeiten helfen. Es braucht trotzdem einen Menschen, der mit Empathie den zwischenmenschlichen Bereich abdeckt. Die Hard Skills könnten durch eine KI wahrscheinlich gut analysiert werden. Uns ist es aber wichtig, dass auch das Menschliche passt. Ein guter Vergleich sind etwa Dating-Apps: „am Papier“ kann es schnell einmal passen, doch wirklichen Aufschluss über das Innere bringt dann nur ein persönliches Treffen. 

Welche Punkte sollen Gamer bei einem Vorstellungsgespräch beachten – soll ich zu meinem Hobby stehen?

Meine persönliche Meinung ist, dass man sich auf keinen Fall verstecken sollte. Wenn du beispielsweise jedes Wochenende eine Spielrunde von Dungeons & Dragons leitest, hast du die Fähigkeit, zu koordinieren. Es geht darum, das richtig zu verpacken und schlau zu verknüpfen: Was hätte ein Arbeitgeber davon? 

In meinem Bewerbungsgespräch habe ich angegeben, dass ich Musik produziere. Das mache ich nun mal gerne und man kann sich anfangs fragen, was der Skill bringt. Ich habe das so verknüpft, dass ich mich gut mit Programmen auskenne. Ein Musikprogramm etwa oder Photoshop habe ich mir selbst beigebracht und das sagt schon einiges aus. Einerseits fällt es mir leicht, neue Dinge zu erlernen und andererseits habe ich das erforderliche Durchsetzungsvermögen und gebe nicht gleich auf, wenn es mal nicht so läuft.

Kannst du unseren Leserinnen und Lesern abschließend noch etwas mitgeben?

Ich kann allen nur empfehlen, sich bei epunkt zu bewerben, um einen Überblick über den aktuellen Markt zu erhalten. Oft weiß man gar nicht, in welche Richtung es gehen soll. Ich wusste etwa, „irgendwas mit IT, irgendwas mit Menschen“. Welche Fülle an Jobs es gibt, kann man in einem Gespräch klären. Während eines Interviews kristallisiert sich durch die eigenen Vorlieben und Interessen heraus, was tatsächlich passt.

Wichtig ist: Das Gespräch findet auf Augenhöhe statt und du kannst mit dem Recruiter frei heraus reden. So stellt sich dann heraus, welche Firmen in Frage kommen, selbst wenn man vielleicht gar nicht daran gedacht hätte. Es ist tatsächlich so, dass man auch abseits der ausgeschriebenen Stellen mit den Unternehmen reden kann. Auf jeden Fall kann man das Gespräch mit uns suchen. Und wer weiß schon im Vorhinein, wohin die Reise geht?

Vielen Dank für das nette Gespräch, Eric!

Hier findet ihr noch mehr Information über Eric und epunkt!

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