Nintendo Alarmo Test: Wecker für verspieltes Aufstehen

von Mandi 27.04.2026

Der Nintendo Alarmo kombiniert Bewegungssensoren, Spiele-Tunes und ein buntes Design zu einem Wecker für Geeks.

Zum Nintendo Alarmo

2024 war es so weit, da war die Nintendo Switch 2 noch immer bloß ein Gerücht. Plötzlich veröffentlicht Nintendo einen Wecker frisch aus dem Pilz-Königreich! Nintendos Sound Clock: Alarmo (zur offiziellen Website) ist ein Gadget, das euer tägliches Aufwachen in ein interaktives Abenteuer verwandelt. Mehrere Wochen lang hat das kompakte Gerät auf meinem Nachttisch für morgendliche Überraschungen gesorgt. Ist das der smarte Wecker, den Gamer brauchen, oder nur ein nettes Gimmick? Ich habe jeden Knopf, jeden Ton und jede Bewegung getestet, um das herauszufinden.

Typisch Nintendo

Der Alarmo kommt in knalligem Rot daher, der an das Nintendo-Logo erinnert und auf dem Tisch optisch dominiert. Die Verarbeitung fühlt sich sehr gut an an: Außen fühlt ihr die stabile Kunststoffhülle mit rutschfestem Gummiboden, schwarze Standfüße sorgen für den perfekten Winkel und ein großer LED-Drehknauf sitzt oben drauf. Dieser lässt sich bewegen, ihr dreht zum Scrollen und drückt ihn zum Bestätigen. Zwei weitere Extra-Tasten (Zurück und Mitteilungen) sind ebenfalls mit von der Partie, mehr gibt’s nicht.

Der Nintendo Alarmo wird via USB-C-Kabel an ein Netzteil (nicht mitgeliefert) gehängt, so ist für den Strom im Betrieb gesorgt. Das LCD-Display ist scharf und farbenfroh, zeigt Szenen-Icons klar, und die Helligkeit reguliert sich clever. Ist das Licht aus, wird der Wecker komplett dunkel, und wenn er eine Bewegung registriert, dimmt er für wenige Sekunden auf, damit ihr die Uhrzeit erspäht. Danach ist er wieder schwarz. Dieses Produkt ist zwar eigentlich für den Alltagsgebrauch gedacht, strahlt aber Nintendo-Charme aus.

Erste Inbetriebnahme

Was aber relativ untypisch für Nintendo ist, sind die ersten Minuten mit dem Alarmo. Denn das erste Einschalten des Weckers kommt mit einer ziemlich kleinteiligen Einrichtungsphase daher, was natürlich der Grundidee des Geräts geschuldet ist. Ihr stellt die Uhrzeit ein (klar), lasst euch durch die verschiedenen Möglichkeiten des Weckers führen und müsst dann am Ende sogar auswählen, wo an eurem Bett der Wecker positioniert ist. Damit nicht genug, nach der Konfiguration müsst ihr euch ins Bett legen und aufstehen, beziehungsweise euch dem Gerät nähern und wieder entfernen.

Besonders fragwürdig ist die Einstellung des WLAN-Netzwerks, denn ihr müsst am Gerät selbst mittels Drehen und Drücken des LED-Drehknaufs das WLAN-Kennwort eingeben. Dafür synchronisiert sich die Weltzeit dann mit dem Wecker, und ihr bekommt auch Updates. Nach der etwas langatmigen Inbetriebnahme ist es aber so weit, und ihr könnt euch den Alarmo in euren Alltag integrieren. Wie es sich für einen Wecker so gehört, könnt ihr entweder eine Weckzeit für alle Wochentage oder eine eigene Weckzeit für jeden einzelnen Tag (sehr zu empfehlen) einstellen.

Aufstehen wie ein Fan

Nintendo Alarmo wurde 2024 ursprünglich mit 35 Alarmszenen ausgeliefert, verteilt auf fünf Spiele: Super Mario Odyssey, The Legend of Zelda: Breath of the Wild, Splatoon 3, Pikmin 4 und Ring Fit Adventure. Dank mehreren Software-Updates haben sich mittlerweile (Stand April 2026) auch Weckrufe auf Mario Kart 8 Deluxe, Super Mario Bros., Animal Crossing: New Horizons sowie auch Kirby und das vergessene Land hinzu gesellt. Jeweils sieben Alarmszenen sind pro Spiel enthalten, das sollte also für die meisten Fans komplett ausreichen! Hier könnt ihr übrigens einen Zufallsgenerator anwerfen, der euch jedes Mal einen neuen Weckruf präsentiert, eine zufällige Auswahl aus einem bestimmten Spiel oder aber einen gewissen Tune der 67 vorhandenen. Es gibt:

  • Super Mario Odyssey
    • Kettenhund bei den Fossilfällen
    • Treffen mit Peach
    • Yoshi hat den Drehwurm
    • Sphynx-Gespräche
    • Erkundung am See
    • Hammer-Brüder
    • Festival in New Donk City
  • The Legend of Zelda: Breath of the Wild
    • Abenteuer am Morgen
    • Bokblin-Kampf
    • Herr über die Zeit
    • Suche nach Krog-Samen
    • Quelle der Großen Fee
    • Iwarok-Kampf
    • Fliegen wie der Wind
  • Pikmin 4
    • Schätze sammeln
    • Alle auf den Punktkäfer!
    • Showdown
    • Ab durch den Elektrozaun
    • Rettung der ertrinkenden Pikmin
    • Beschützen des Leuchtturms
    • Tanz unter Disco-Lampen
  • Splatoon 3
    • Clickbait (C-Side)
    • Sandy Side Up
    • Aquasonic
    • Slopping Spree
    • Fins in the Air
    • Salmon Run
    • Finaler Kampf
  • Ring Fit Adventure
    • Lauf durchs Grüne
    • Der erste Fitness-Kampf
    • Wilder Kampf
    • Rudernd auf dem Floß
    • Finaler Kampf
    • Das verschneite Tal
    • Kampf-Studio bei Nacht
  • Mario Kart 8 Deluxe
    • Mario Kart-Stadion
    • Gruselwusel-Villa
    • Delfinlagune
    • Discodrom
    • Wolkenstraße
    • Bowsers Festung
    • Regenbogen-Boulevard
  • Animal Crossing: New Horizons
    • Gruppengymnastik
    • Reisen mit Dodo Airlines
    • Morgenkaffee
    • Spaß beim Angelturnier
    • Träumen von K.K.
    • Eröffnungsfeier
    • Notrettung
  • Kirby und das vergessene Land
    • Willkommen in der neuen Welt
    • Rette Waddle Dees
    • Erzeuge Wind
    • Wasserballon
    • Waddle-Dee-Stadt
    • Rette Astralinis
    • Funkelnde Eislaufbahn
  • Super Mario Bros. Wonder
    • Willkommen im Blumenkönigreich
    • Piranha-Pflanzen-Parade
    • Tausendschlängler
    • Zwischentest
    • Tanz der Ninjis
    • Zeugen alter Zeiten
    • Phanto-Fangjagd
  • Super Mario Bros.
    • Oberirdisch
    • Unterirdisch
    • Unter Wasser
    • Bowser-Kampf

Aufstehen mit Nintendo Alarmo

Das Herzstück sind natürlich die 67 interaktiven Szenen aus Nintendo-Klassikern: Super Mario Odyssey mit Jump-Sounds und Cappy-Geräuschen, The Legend of Zelda: Breath of the Wild mit Paraglider-Rauschen und Guardian-Alarmen, Splatoon 3 mit Tinten-Salven, Pikmin 4 mit Olmar-Feiern und Ring Fit Adventure mit motivierenden Rhythmen. Jede Szene mischt Musik, Effekte und visuelle LED-Leuchten am Knauf – mal bläulich wie Link, mal gelb wie Melinda. 

Der Nintendo Alarmo hat zudem vier Weck-Arten integriert: Der Power-Weckruf legt stark los und eskaliert noch weiter, sodass ihr entsprechend energiegeladen in euer Level beziehungsweise euren Tag startet. Etwas gemütlicher geht es beim Stufen-Weckruf zu, der sich Schritt für Schritt steigert. Für mich persönlich war der sanfte Weckruf optimal, der euch wirklich ruhig und gemütlich aus den Träumen reißt. Mit dem Knopf-Weckruf müsst ihr den Knopf zum Abschalten betätigen.

Wer aufsteht, ist geweckt

Wie macht man das sonst, höre ich euch fragen? Der Infrarot-Sensor ist dabei Gold wert. Wenn ihr euch bewegt, wird der Ton leiser, und wenn ihr aufsteht, ist der Weckruf gestoppt und eine triumphierende Fanfare teilt euch das akustisch mit. Keine Tasten gedrückt, kein Snooze-Marathon notwendig. Nachts trackt der Nintendo Alarmo Bewegungen für relativ detaillierte Schlaf-Werte: Einschlafzeit, Ruhezustände, Aufsteh-Dauer, alle präsentiert als süße Grafiken mit Nintendo-Figuren. Wenn ihr wünscht, starten Schlummerklänge nach der von euch gewählten Bettzeit.

Das können etwa Lagerfeuer-Knistergeräusche aus Breath of the Wild oder Wellenrauschen aus Animal Crossing: New Horizons sein, perfekt zum Runterkommen. Stundentöne peppen den Tag auf: Volle Stunde? Münzen klimpern oder Pikmin pfeifen, das zaubert euch ein Lächeln ins Gesicht, das euch die Laune erhellt. Der Sensor aktiviert das Display berührungslos bei jeglicher Bewegung. Das macht er auch in der Nacht, und auch, wenn er rasch wieder komplett verdunkelt, könnte das bei unruhigen Nächten, in denen ihr euch viel bewegt, mal stören, falls ihr da empfindlich seid.

Was aufgefallen ist

Der Nintendo Alarmo ist natürlich nur für eine spezielle Zielgruppe von Fans wirklich interessant. Als Wecker überzeugt das Gerät dank seiner Lautstärke bis 85 dB, das reicht auch für jeden Tiefschlaf. Der integrierte Schlaf-Tracker ist beileibe kein Fitbit-Killer, liefert aber interessante Infos wie „Du hast 6 Stunden geruht, aber 20 Minuten gezappelt“. Die optionalen Stundentöne motivieren sogar tagsüber, sofern ihr euch in der Nähe des Geräts aufhaltet. Einen Akku gibt es nicht, ihr müsst den Wecker stets an einer Steckdose verbunden lassen. In unserem Doppelbett war es auch ziemlich trickreich, die Erkennung genau auf den gewünschten Partner auszurichten, alleine funktioniert es.

Ein bisschen Potential wird verschenkt: Es gibt keine Multi-Alarme, und die Bedienung ist etwas umständlich. Schlummerklänge werden nach fünf Minuten gekappt, bitter, wenn ihr länger benötigt. Der Bewegungssensor ist zu empfindlich für Haustiere oder Partner, die sich gerne im Bett herumwälzen. Es gibt keine App-Steuerung, keine Bluetooth-Möglichkeit (etwa beim Eingeben des WLAN-Passworts kann das ein Stachel im Fleisch des Fans sein) und auch keine Remixe der Sounds. Zu einer UVP von 99,99 Euro richtet sich der Nintendo Alarmo definitiv an eine schmale Zielgruppe, doch wenn ihr nicht aus dieser Nostalgie-Welt stammt, fragt man sich schon nach dem Wert.

Ein Wecker voller Freude

Das ist wohl etwas, das ihr euch auch schon vor dem Lesen dieses Testberichts denken konntet: Der Nintendo Alarmo ist kein Alleskönner, sondern ein Nintendo-Juwel: Nostalgie trifft auf smarte Sensorik in einem Gadget, das euer Aufstehen in Spielspaß verwandelt. Das hochwertige Design ist wirklich bemerkenswert, und die vorhandenen Weckrufe und Sounds versetzen zurück in die jeweiligen Spielumgebungen. Allerdings ist das noch nicht alles, es gibt sogar Schlafstatistiken für euch, was ein bisschen die Grenze zu den Smart-Geräten wie Wearables übertritt.

Auch, wenn die Stärken klar überwiegen, so ist hier nicht alles Gold, was glänzt. Denn der Preis von 99,99 Euro ist auf jeden Fall zu viel, da würden zumindest 25 bis 30 Prozent weniger nicht schaden. Schwächen gibt es ebenso, da fallen mir auf die Schnelle das Fehlen von mehreren Alarm-Slots, Bewegungserkennungs-Probleme bei Doppelbetten und die doch recht umständliche Bedienung via LED-Drehknauf ein. Im Jahre 2026 müsste das echt nicht mehr sein! Aber unter dem Strich bedient der Nintendo Alarmo eindeutig Fans, die nicht nur den puren Nutzen, sondern auch ein gewisses Maß an Verspieltheit wünschen.

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